Das krankemachende Haus

das kranke Haus
Wohngifte
Die Risiken des konventionellen Bauens werden schon länger diskutiert und trotzdem entstehen nach wie vor „kranke“ Häuser in denen die Bewohner unter verschiedenen körperlichen und psychischen Gesundheitsstörungen leiden.
Das Sick Building Syndrom, das in „kranken Häusern“ entsteht, kann zahlreiche Beschwerden verursachen, die oft unspezifisch sind und daher lange nicht richtig erkannt und behandelt werden. Die Betroffenen klagen u.a. über Leistungsabfall, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Depressionen, Nervosität sowie Anfälligkeit für Krankheiten (geschwächtes Immunsystem). In vielen Fällen sind auch die Atemwege betroffen was sich dann in Husten, Schnupfen sowie Asthmaanfällen bemerkbar machen kann. Auch allergische Hautreaktionen können auf das Sick-Building-Syndrom zurückgeführt werden. 







Viele Gebäude können krank machen, da sie mit ungesunden Materialien errichtet wurden und damit negative Auswirkungen auf die Gesundheit der Bewohner / Nutzer haben können. Die krankmachenden Giftstoffe stammen u.a. aus Baustoffen wie Beton, Ziegel oder Leichtbauelementen. Des weiteren werden Räume durch Verdunstung von Giftstoffen aus Wärme und Schallstoffen sowie Farben, Klebern, Deckenverkleidungen und Schutzmitteln belastet. Verschlimmert wird der Zustand noch durch Ausdünstungen aus Bodenbelägen, Möbeln und Teppichen. Neben dem gesundheitsschädlichen Formaldehyd stehen auch die Lösungsmittel aus Farben und Klebern im Vordergrund. Aber nicht nur in Wohnräumen befinden sich eine Vielzahl von Giften. Auch in Büros gib es ein große Menge an Giften. Zusätzlich zu den eben genannten Giften kommen in Büros noch Lösungsmittelausdünstungen aus Druckern, Kopierern, Schreibmaterialien und Klebern hinzu. Sie gelangen schnell in Gehirn und können dort die Zellen nachhaltig schädigen. Eine regelmäßige Entgiftung des Körpers kann zu vorübergehender Besserung der Symptome führen. Jedoch sollen man vordergründig die Gift Quelle ausfindig machen und schleunigst beseitigen.  Verschiedene Tests können Wohnraumgifte ausfindig machen.

Auswirkungen für die Gesundheit

Sick Building Syndrom

Auswirkungen auf die Gesundheit

Heutzutage leiden mehrere Millionen Menschen weltweit an dem sogenannten Sick-Building-Syndrom. Da die Beschwerden oft keiner direkten Krankheit zuzuordnen sind und sich aus zahlreichen unspezifischen Merkmalen zusammensetzen, dauert es oft sehr lange bis die wahre Quelle der Gesundheitsschädigung gefunden ist. Der sichere Nachweis für für ein Sick-Building- Syndrom ist meist sehr schwer zu erbringen und kann umfangreiche Untersuchungen erforderlich machen. Auch bei leichten Symptomen sollte man (falls der Verdacht eines Sick Building Syndrom besteht) die Ursache feststellen und den Arzt darauf hinweisen den Organismus auf Schadstoffe zu untersuchen. Manche Schadstoffe lassen sich durch Blut- und Urinuntersuchungen nachweisen.






Sick Building Syndrom – Merkmale


Es gibt verschiedene Merkmale die auf ein Sick Building Syndrom hinweisen und daher genauer untersucht werden sollten.

 

Chronische Abgespanntheit


Durch die Einatmung chemischer Ausdünstungen durch Wohngifte kann die Vitalität und Leistungsfähigkeit stark herabgesetzt werden. Mangelnder Luftwechsel durch übermäßig gedämmte Räume kann zu Anreicherung von chemischen Stoffen führen und somit Herz und Kreislauf nachhaltig schädigen.

 

Nervosität und Schlafstörungen


Auch bei Nervosität und Schlafstörungen sollte, falls keine andere Ursache feststellbar ist, an das Sick-Building- Syndrom gedacht werden. Die nervöse Fehlsteuerung die durch Wohngifte ausgelöst wird, führt zu innerer Unruhe, Konzentrationsstörungen, Gereiztheit und Überempfindlichkeit der inneren Organe, die häufig das Herz-Kreislaufsystem und den Magen Darm Trakt betreffen. Wenn Verdachtsmomente für eine Belastung in den Wohn- bzw. Arbeitsräumen gegeben sind, sollte man bei einer ärztlichen Untersuchung den Therapeuten darauf hinweisen, um keine Gefahr zu laufen unnötig mit Psychopharmaka behandelt zu werden. Der Arzt kann dann mit entsprechenden Spezialuntersuchungen eine eventuelle Schadstoffbelastung feststellen.

 

Kopfschmerzen durch Wohngifte


Beim Sick Building Syndrom treten Kopfschmerzen besonders häufig auf . Dabei reichen die Kopfschmerzen von leichtem Kopfdruck bis hin zu starken bohrenden Schmerzen. Verantwortlich können Chemikalien in der Raumluft sein die durch Einatmung zu unterschiedlich schweren Vergiftungen führen können. Mangelnder Luftwechsel durch übermäßig gedämmte Räume kann zu einer zusätzlichen Anreicherung von chemischen Stoffen führen und somit die Entstehung von Kopfschmerzen begünstigen. Dazu kommt, dass viele chemische Substanzen vom Organismus nur langsam ausgeschieden werden können , sodass die Kopfschmerzen mit der Zeit immer schlimmer werden.

 

Störung des Immunsystems


Durch schädliche Einflüsse in den Wohn- bzw. Arbeitsräumen kann das körpereigene Abwehrsystem nachhaltig geschädigt werden und somit die Anfälligkeit von Krankheiten begünstigen. Folge einer Abwehrschwäche infolge Wohnungsgiften ist beispielsweise eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungskrankheiten.
 

Allergische Reaktionen durch Wohngifte


Chemische Stoffe in Wohnräumen (oder Arbeitsplatz) können direkt eine allergische Reaktion hervorrufen. Vor allem Atemwege und die Haut sich in erhöhtem Masse von allergischen Reaktionen betroffen. Allergien gehören zu den häufigsten Symptomen eines Sick Building Syndrom. Vor allem die Ausdünstungen von Formaldehyd, PCB, PCP und Vinylchlorid können zu allergischen Reaktionen führen und das gesamte Atmungssystem negativ beeinflussen. Auch Asbestfasern aus älteren Nachtspeicheröfen, Boilern, Toastern oder Abdichtungsschnüren in Kaminrohren können zu schwerwiegenden gesundheitlichen Störungen bis hin zu Krebs führen.